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1

Mittwoch, 3. März 2021, 19:32

Einträge (virtuell) löschen / Stapelaktionen

Guten Abend,

ich habe mich bereits etwas eingelesen und vermutlich einen Teil der Antwort hier gefunden. Demnach ist es in MO nicht möglich - wohl auch nicht erlaubt - Einträge komplett aus der Datenbank zu entfernen. Ich vermute mal, dass das u.a. mit der Dokumentationspflicht zu tun hat. Dennoch kann es durch Migrationen / Zusammenlegungen etc. in der Praxis vorkommen, dass komplette Datensätze in MO vorhanden sind, die dort nicht sein sollten und auch keine Verwendung haben. Hierbei meine ich den kompletten Patientendatensatz, nicht nur einzelne Dateien.

Meine Vermutung ist, dass komplette Patientendatensätze gar nicht entfernt werden können, da es nicht zulässig wäre, auch wenn es in der Praxis mitunter sinnvoll, erlaubt oder notwendig ist :huh:

Meine Fragen:
  1. Wie sieht denn die best practice in einem solchen Fall aus? Werden diese Datensätze über das Usermanagement verborgen, sodass kein Nutzer (außer bspw. mehr Zugriff drauf hat? Und wie wäre der schnellste Weg hierfür?
  2. Ließe sich dieser Vorgang auch im Stapel durchführen, wenn es sich um mehrere Datensätze handelt und man betreffende Einträge bspw. in der Statistik markiert/auswählt oder sie auf andere Weise filtert? Es wäre hilfreich und eine große Zeitersparnis, wenn hierfür nicht in jeden einzelnen Datensatz geschaut werden müsste.

Vielen Dank!

2

Donnerstag, 4. März 2021, 07:29

Geht nicht, ich habe alles versucht, aber alles wurde abgelehnt. Alles was mit Löschen zu tun hat, wird weder zugelassen noch erleichtert (Stapel, Blöcke etc) . Da hält sich MO gnadenlos an Vorschriften, die für uns Kunden wenig kundenfreundlich ausgelegt werden.
Es wäre auch programmiertechnisch sehr aufwendig.
Nur die vorhandenen, unzureichenden Löschfunktionen sind möglich.
Ich habe mehrere Praxen konvertiert uind schleppe Unmengen an Ballast, Unsinn und falsch zugeordnete Befunde mit mir rum, bis zur Rente. Hoffentlich kann ich den Mist an einen Kollegen übegeben. :love:
Die DSGVO, die uns zwingt, Befunde von Herrn Maier aus der Akte von Herrn Müller endgültig zu löschen, wird von Indamed unter Verweis auf die Dokumentationshoheit von MO verhindert.
Das Verbergen von Datensätzen ist möglich, wenn unerwünschte Datensätze, wenn damit Karteieinträge gemeint sind, vom Typ her abgewählt werden. Vorhanden sind sie gleichwohl. Der Typ dürfte aber nur dann abgewählt werden, wenn man Ihn grundsätzlich nicht benötigt. Dies ist selten der Fall. Nur händisches Löschen wäre sinnvoll, aber eben verboten.
MO gehört Indamed, nicht dem Arzt, dieser ist nur der Nutzer auf Zeit und muss sich den Spielregeln unterordnen.
Es wäre schön, wenn Indamed seinen Neukunden vor der Konvertierung brutal klar macht, das erstens die Konvertierung zu viel Unsinn führen könnte und dass man 2. einmal erzeugten Unsinn nie wieder los wird.
Wir haben das nicht gewusst aber viel Unsinn dadurch vermieden, dass wir Daten vor einem festgelegten Zeitpunkt für die Konvertierung ausgeschlossen haben. Man sollte also nicht die komplette Fremdakte konvertieren.
Hier kann man noch Einfluss nehmen, jedenfalls war das vor 10 und 5 Jahren noch möglich, da hier der KONVERTER Indamed vorausgeht.
Besonders umsichtig muss man vorgehen, wenn man die Daten einer Fremdpraxis in ein bestehendes MO integriert. Man würde das bestehende MO, welches man eventuell sauber gehalten hat, unheilbar verseuchen.
Genau diesen Fall hatten wir.
Bro

Dieser Beitrag wurde bereits 4 mal editiert, zuletzt von »Hus Brogarden« (4. März 2021, 07:47)


3

Donnerstag, 4. März 2021, 08:00

Hallo,
endgültig löschen können Sie Patienten tatsächlich nicht (es sei denn, die letzten dokumentierten Einträge sind älter als 10 Jahre, dann ist das Löschen sogar als Stapelaktion über ein zusätzliches Tool durchführbar).
Was Sie aber machen können:
  • Alle Patienten, die nicht "verborgen" sein sollen mit einer dedizierten Markierung versehen (das ginge ja auch über einen entsprechenden Statistiklauf), in der Patientensuche können Sie dann einen Suchfilter anlegen, der nur Patienten mit der entsprechenden Markierung anzeigt, sodass sie im Arbeitsalltag nicht stören
  • allen nicht-administrativen Benutzern die Rechte für die nicht anzuzeigenden Patienten entziehen - für diese Nutzer ist es dann so, als würde dieser Patientendatensatz nicht existieren - er kann weder gesucht, noch angezeigt, noch bearbeitet werden. Nur Administratoren bekommen den Patienten aufgrund ihrer umfassenden Berechtigung angezeigt


Das funktioniert beides natürlich nur dann, wenn es tatsächlich, wie Sie schreiben, um komplette Patientendatensätze geht, auf einzelne Zeilen eines Krankenblattes lässt sich das nicht anwenden.

VG Julian Hartig

4

Donnerstag, 4. März 2021, 11:05

Kurzer Kommentar auch von mir: Löschen ist manchmal sinnvoll, aber eben zum einen oft nicht erlaubt (Dokumentationspflicht und Revisionssicherheit, KVB Regeln) und zum anderen auch oft gefährlich (bei uns mit MFAs die einen Fehler korrigieren wollen wurde schon alles mögliche gelöscht....).
Einzeln kann man fast alles löschen, aber Serienlöschen geht sinnvollerweise nicht.

LG C.Schnell

5

Freitag, 5. März 2021, 10:31

Zitat

Was Sie aber machen können:

  • Alle Patienten, die nicht
    "verborgen" sein sollen mit einer dedizierten Markierung versehen (das
    ginge ja auch über einen entsprechenden Statistiklauf), in der
    Patientensuche können Sie dann einen Suchfilter anlegen, der nur
    Patienten mit der entsprechenden Markierung anzeigt, sodass sie im
    Arbeitsalltag nicht stören
  • allen nicht-administrativen
    Benutzern die Rechte für die nicht anzuzeigenden Patienten entziehen -
    für diese Nutzer ist es dann so, als würde dieser Patientendatensatz
    nicht existieren - er kann weder gesucht, noch angezeigt, noch
    bearbeitet werden. Nur Administratoren bekommen den Patienten aufgrund
    ihrer umfassenden Berechtigung angezeigt
Hallo,

wäre das nicht eine Lösung für meine Anfrage, die ich hier gestellt habe: Zugriff durch Nutzergruppe für mehrere Patienten ändern ("Patientenzugriff bearbeiten" )

Könnte man also z. B. eine neue Markierung "Archiv" erstellen und diese einer Auswahl von Patienten aus einer Statistikabfrage zuweisen und die Suchabfrage mit normalen Benutzerrechten dann so einstellen, dass Patienten mit der Markierung "Archiv" nicht angezeigt werden?
Viele Grüße
jela

6

Freitag, 5. März 2021, 10:34

Hallo jela,
leider nein, es funktioniert nur genau andersherum. Bei den Suchfiltern lässt sich nach meiner Kenntnis kein Ausschluss, sondern nur ein Einschluss definieren.
Man könnte also eine Markierung "Aktiver Patient" anlegen und einen entsprechenden Suchfilter erstellen, der dann nur die entsprechend markierten Patienten anzeigt.

VG Julian Hartig

7

Freitag, 5. März 2021, 10:49

Hallo,
ja, ich sehe es gerade im Ansichtsfilter für eine neue Ansicht - schade. Eigentlich wäre es hier ja auch möglich (und im Sinne meines Anliegens) nur auf Patienten zu filtern, die den Status "Aktiv" haben. Blöd ist halt dabei, dass man den Status "inaktiv" nur fallweise und nicht über eine Statistikabfrage als Aktion für mehrere Patienten setzen kann. Sachbezogen wäre dieser Mechanismus treffender als mein ursprünglicher Gedanke über den VIP-Status.
@Indamed lässt sich da nicht was machen?

8

Freitag, 5. März 2021, 13:43

Hallo,

ich habe mich bereits etwas eingelesen und vermutlich einen Teil der Antwort hier gefunden. Demnach ist es in MO nicht möglich - wohl auch nicht erlaubt - Einträge komplett aus der Datenbank zu entfernen. Ich vermute mal, dass das u.a. mit der Dokumentationspflicht zu tun hat. Dennoch kann es durch Migrationen / Zusammenlegungen etc. in der Praxis vorkommen, dass komplette Datensätze in MO vorhanden sind, die dort nicht sein sollten und auch keine Verwendung haben. Hierbei meine ich den kompletten Patientendatensatz, nicht nur einzelne Dateien.


Im kommenden Quartalsupdate werden wir im Datenpflegesystem unter <System> -> <Einstellungen> -> <Allgemein> ein neues Feld "Aufbewahrungsfrist" bereitstellen. Dieses steht standardmäßig auf "10 Jahre", kann aber individuell erhöht oder auch bis auf 0 runtergesetzt werden.
Wenn Sie dies dann auf "0" stellen, können Sie beliebige Patienten samt all Ihrer Einträge löschen.

mfg
Uwe Streit

9

Freitag, 5. März 2021, 13:54

Im kommenden Quartalsupdate werden wir im Datenpflegesystem unter -> -> ein neues Feld "Aufbewahrungsfrist" bereitstellen. Dieses steht standardmäßig auf "10 Jahre", kann aber individuell erhöht oder auch bis auf 0 runtergesetzt werden.
Wenn Sie dies dann auf "0" stellen, können Sie beliebige Patienten samt all Ihrer Einträge löschen.
</allgemein>

Hallo Herr Streit,

wird es dann auch möglich sein, mehrere Patienten auf einmal zu löschen oder für unsere Zwecke gedacht, sie als VIP oder inaktiv zu setzen?

Schöne Grüße
jela

10

Freitag, 5. März 2021, 14:02

wird es dann auch möglich sein, mehrere Patienten auf einmal zu löschen oder für unsere Zwecke gedacht, sie als VIP oder inaktiv zu setzen?


Nein. Für Ihren ganz speziellen Wunsch aus Zugriff durch Nutzergruppe für mehrere Patienten ändern ("Patientenzugriff bearbeiten" ) wäre nur eine individuelle Lösung durch unsere Techniker realisierbar.

mfg
Uwe Streit

11

Samstag, 6. März 2021, 11:29

Herr Streits Neuerung klingt vielversprechend zur endgültigen Löschung aller zeitlich definierten Einträge. Kann ich dann mit dieser Funktion auch nur die gelöschten Einträge, endgültig löschen? "den Papierkorb leeren"

Alternativ: Ist es evtl. möglich BDT-Importdateien zu bereinigen? wenn ja, dann könnte eine Lösung sein: eigenes MO per BDT exportieren. Diese Datei extern bereinigen. und wieder importiert in ein neu-aufgesetztes MO. tabula rasa Verfahren quasi wenn wirklich viel Junk angefallen ist, wie von Hus Brogarden beschrieben.

12

Sonntag, 28. März 2021, 20:54

... Bei den Suchfiltern lässt sich nach meiner Kenntnis kein Ausschluss, sondern nur ein Einschluss definieren.
Man könnte also eine Markierung "Aktiver Patient" anlegen und einen entsprechenden Suchfilter erstellen, der dann nur die entsprechend markierten Patienten anzeigt.

VG Julian Hartig


like

13

Sonntag, 28. März 2021, 22:28

Zitat

Im kommenden Quartalsupdate werden wir im Datenpflegesystem unter <System> -> <Einstellungen> -> <Allgemein> ein neues Feld "Aufbewahrungsfrist" bereitstellen. Dieses steht standardmäßig auf "10 Jahre", kann aber individuell erhöht oder auch bis auf 0 runtergesetzt werden.
Wenn Sie dies dann auf "0" stellen, können Sie beliebige Patienten samt all Ihrer Einträge löschen.

mfg
Uwe Streit

Wäre das dann ein totales, tiefes, vollständiges löschen oder nur unsichtbar machen?
Wenn ja, wäre das nicht auch eine gute Möglichleit Teile des Patienten zu löschen, ohne diesen komplett zu löschen, quasi mit Abfrage: Wollen Sie die ausgewählten Punkte vollständig löschen oder nur unsichtbar machen, oder so.
bro

14

Montag, 29. März 2021, 10:27

Hallo Brogarden,

beim Löschen eines Patienten oder auch einzelner Datensätze werden diese aus den jeweiligen Datentabellen gelöscht. Eine Ausnahme bilden Dokumente und Bilder, welche sich ja auch in der schreibgeschützten medoffarc-Datenbank befinden können. Wenn Sie die Speicherung der Dokumente und Bilder im Filesystem nutzen, können Sie dort z.B. die Unterordner mit den Jahreszahlen, die älter sind als 10 Jahre, händisch jederzeit löschen.

mfg
Uwe Streit

15

Dienstag, 30. März 2021, 18:32

hier mal ein praktisches BspProblem aus den Konvertierungen.
Das linke Bild zeigt Diagnosen - alles historische Dauerdiagnosen - was natürlich schon malo Quatsch ist, aus dem letzten Jahrtausend. Das rechte Bild zeigt die richtige und einzig echte Diagnose.
Links möchte man da alles weghaben. In einem Rutsch und nicht alles einzeln anklicken und deaktivieren müssen. Je nach Alter des Patienten können das schon mal 100 Dauer-Diagnosen sein wie Schupfen oder ähnliche flasche Zuordnungen.
Bro
»Hus Brogarden« hat folgende Dateien angehängt:
  • Diagnosen.jpg (38,47 kB - 19 mal heruntergeladen - zuletzt: 4. Mai 2021, 21:53)
  • Zwischenablage02.jpg (107,72 kB - 14 mal heruntergeladen - zuletzt: 4. Mai 2021, 21:53)

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Hus Brogarden« (30. März 2021, 18:37)


16

Mittwoch, 31. März 2021, 08:27

Hallo Brogarden,

unsere Empfehlung bei Übernahme von Daten aus einem Fremdsystem ist es, vorab eine Testübernahme zu machen und den Arzt kontrollieren zu lassen, ob die Daten korrekt übernommen wurden.
Ist dies bei Ihnen nicht passiert?

Wir können Ihnen aber auch nachträglich alle Dauerdiagnosen bis zu einem bestimmten Zeitpunkt deaktivieren, wenn Sie möchten. Wenden Sie sich dazu einfach an unseren Support.

mfg
Uwe Streit

17

Mittwoch, 31. März 2021, 13:43

das ist schon passiert, aber es war eben nicht besser zu machen. Leider kann ich nicht alle Diagnosen einfach zeitlich deaktivieren. Einige werden eben doch benötigt. Es bleibt nun mal Handarbeit übrig, daher der lange bestehende Wunsch: Mehrere markieren und enbloc weg damit.
Bro