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Dienstag, 16. April 2019, 16:55

Scannen in Hyper-V Umgebung und Terminalserver (TWAIN Treiber nicht erkannt - gelöst)

Wir betreiben seit ca. 4 Wochen MedicalOffice und hatten mit zahlreichen Problemen zu kämpfen, die mit unserer Infrastruktur zu tun hatten.
Ein großes Problem stellte unser TWAIN Scanner von Fujitsu dar.


Die gute Nachricht vorweg - das Problem konnten wir aus eigener Kraft lösen.
Die schlechte Nachricht ist, dass werder unser Solution-Provider noch Indamed etwas zur Lösung beitragen konnten - Hinweise der Hotlines waren allesamt falsch.

Zur Situation:
Wir haben eine auf Hyper-V basierende virtuelle Umgebung (WINDOWS Server 2016) auf der wir einen Terminalserver betreiben, über den die Arbeitsplätze auf den MO-Server zugreifen.
Das Anschließen von USB Geräten funktioniert in einer virtuellen Umgebung nur mit zusätzlicher Hardware (z.B. von SILEX) und ist grundsätzlich überhaupt kein Problem.
Eine Installation der Scannersoftware + Treiber ist ebenso trivial und erfordert wenig Fachkenntnis.


Das Problem entsteht bei der Verwendung von Medical Office: Startet man einen Scan, öffnet MO im Hintergrund das Programm modokuablage.exe
Dieses Programm findet leider keinen der installierten TWAIN Treiber.

Seitens Indamed und Solution Provider teilte man uns mit, dass wir den Treiber aktualisieren sollten, bzw. das ganze so nicht zum Laufen zu bringen ist bzw. dass wir einen neuen Scanner kaufen sollten...

Die Lösung ist einfach wie auch komplex gewesen: Zunächst ist festzuhalten, dass das Programm modokuablage.exe NICHT TERMINALSERVER-geeignet ist!!!!
Glücklicherweise lässt sich die exe-Datei terminalserver-gerecht machen: Die ausführliche Anleitung findet man hier


https://deref-1und1.de/mail/client/8Nd_Av-VoPU/dereferrer/?redirectUrl=https%3A%2F%2Fwww.remkoweijnen.nl%2Fblog%2F2012%2F12%2F04%2Ffile-not-found-error-when-scanning-using-twain-redirection-in-citrix-xenapp%2F



Ich würde erwarten, dass soetwas nicht durch den Anwender gelöst werden muss.


In der Hoffnung, dass dies auch anderen hilft
Dr. Walbröl-Schley

2

Mittwoch, 17. April 2019, 07:31

Hallo Dr. Walbröl-Schley,

vielen Dank für Ihren Hinweis, ich habe diesbezüglich einen Bug erfasst. Wir werden die modokuablage.exe ändern, so dass kein Eingreifen eines Anwenders mehr erforderlich sein wird.

Gruß B.Kowalewski

3

Dienstag, 10. März 2020, 09:43

Hallo,
erstmal Danke an Dr. Walbröl-Schley für die Offenlegung des Problems und auch den Lösungsansatz.
Da bei uns aktuell auch die Umstellung auf einen neuen Server ansteht
und da auch immer wieder über eine Terminalserver-Lösung nachgedacht
wird, kam ich zu diesem Beitrag.
Hallo Dr. Walbröl-Schley,

vielen Dank für Ihren Hinweis, ich habe diesbezüglich einen Bug erfasst. Wir werden die modokuablage.exe ändern, so dass kein Eingreifen eines Anwenders mehr erforderlich sein wird.

Gruß B.Kowalewski

Wurde dieser Bug bereits behoben - also ist modokuablage.exe inzwischen 100% Terminalserverfäig?
Wie sieht es sonst mit Medical Office in einer Terminalserverlösung aus? Klappt das ganz gut?
LG,
JanV

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4

Dienstag, 15. Dezember 2020, 22:52

Keine Änderung

Hallo Dr. Walbröl-Schley,

vielen Dank für Ihren Hinweis, ich habe diesbezüglich einen Bug erfasst. Wir werden die modokuablage.exe ändern, so dass kein Eingreifen eines Anwenders mehr erforderlich sein wird.

Gruß B.Kowalewski
Leider wurde es nicht geändert. „Server 2019“ kann Twain-Treiber nach wie vor nicht finden
:(

5

Freitag, 5. März 2021, 12:51

Das Problem besteht leider weiterhin. Wollte gestern auch zwei Brother ADS-2400N auf mehreren Terminalservern (Windows Server 2019 Datacenter) einrichten... Fehlanzeige. Der Software erkennt den installierten TWAIN Treiber nicht.
Kann man bald mit einer Lösung rechnen?

6

Donnerstag, 25. März 2021, 16:03

Ich hatte einmal ein Problem mit einem normalen Windows10-Arbeitsplatz, bei dem plötzlich das Scannen (bei uns mit Canon DR-C225) nicht möglich war - mit der Fehlermeldung "Gerät konnte nicht gesperrt werden - Fehler 4630".

Damit hatte einige Zeit verbracht - und auch eine Neuinstallation der Treiber sowie ein manuelles Windows10-Update beseitigten den Fehler nicht.

Die Lösung fand ich in einem amerikanischen IT-Forum-Beitrag von 2016:

Die Windows Image Acquisition (WIA), also die Windows- Bildverarbeitungsschnittstelle kann der TWAIN-Scannerschnittstelle, die typischerweise vom Praxissystem verwendet wird, in die Quere kommen.
Daher sollte bei den Windows-Hintergrunddiensten diese komplett deaktiviert werden ("Dienste" suchen, nach Rechtsklick auf diesen Dienst ist das einfach möglich).
Den PC danach neu starten, danach funktioniert das Scannen wieder problemlos.

Vielleicht kann bei einem virtualisierten Arbeitsplatz ein ähnliches Problem auftreten?

MfG T. Schöller