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Donnerstag, 11. Januar 2018, 11:38

Preise für Verbandstoffe einpflegen

Hallo Forum,

wir sind neu bei MO und haben ein Problem mit den Preisen von Verbandstoffen. Eine unserer Praxen ist auf Wundversorgungen spezialisiert und es werden dort sehr viele Verbandsstoffe verschrieben. Diese sind in der Medikamentendatenbank zwar mitsamt PZN vorhanden, bekanntermaßen gibt es hierfür aber keine Preisangaben. Damit wir das Budget besser im Blick behalten können, möchten wir gerne bei den meist genutzten Verbänden und Wundauflagen Preise einpflegen.

Einen Zugriff auf die Medis in der Datenbank scheint es jedoch nicht zu geben. Im Datenpflegesystem kann man zwar neue Medis anlegen, sobald aber eine PZN eingegeben wird, wird das Feld blockiert, in das der Preis eingetragen werden muss.

Gibt es hierfür eine (einfache) Lösung?

Vielen Dank im Voraus!

2

Donnerstag, 11. Januar 2018, 13:56

Hallo cardio corps

Ich habe wegen der gleichen Frage einmal an langes Gespräch mit der Hilfsmittelbeauftragten der KVNO gehabt. Empfehlung von dort; Da diese Artikel NICHT der Budgetierung unterliegen, spielt die Verordnung keine Rolle für Regressforderungen, es sei damit egal, dass wir keine Preise kalkulieren können.....

Das ist jetzt 4 Jahre her, der Blindflug geht dementsprechend weiter. Bis heute ist aber nicht endgültig geklärt, welche Verbandsmittel zu den Hilfsmitteln, welche zu den Medikamenten gerechnet werden.

LG, Josmed

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Josmed« (11. Januar 2018, 15:49)


3

Donnerstag, 11. Januar 2018, 15:09

Hallo Josmed,

vielen Dank für die Antwort. Offen gestanden weiß ich nicht, wie unsere KV zu dem Thema steht. Vielleicht sollten wir da auch mal anfragen.
Bei unserem alten Praxisprogramm war es jedenfalls möglich, die Preise fürs Verbandsmaterial einzupflegen. Das sollte doch auch irgendwie bei MO möglich sein...

4

Donnerstag, 11. Januar 2018, 16:04

Hallo,

ich glaube ein solches Thema wird langfristig sehr relevant, da in der KV Hessen jetzt schon Regressbedrohung durch einen "Hirtenbrief" der KV angedroht wurde.

Bisher behelfe ich mich mit einer parallel geführten Liste der Verbandmittel, die ich persönlich gut, praktikabel und im Einsatz ihren Preis wert betrachte - und verordne eben nur diese. Eine gute Hilfe bei der Preisfindung war eine Tabelle:
https://rps.aok.de/fileadmin/user_upload…de__AOK-RPS.pdf

Falls Preise hinterlegt würden, wäre neturlich ein Preisvergleich ähnlich des Medikamentenbereichs sinnvoll für Gruppen (zB. Kompressen, Alginate, Hydrokolloide, Schwämme mit/ohne Beschichtung...)

Je besser aber unser Überblick ist - umso wirtschaftlich angreifbarer werden wir auch!
VG
Peter Franz

5

Donnerstag, 11. Januar 2018, 16:28

ich kenne das so:
Wundauflagen sind Teil des Arznei- und Verbandbudgets: budgetrelevant.
Kompressionsbinden, Polstermaterial, Pelotten : budgetrelevant
Hilfsmittel wie Kompressionsstrümpfe, An und Ausziehhilfen, einige Pflasterlöser, Analtampons, einige Hautschutzfilme als Spray oder Applikatorstab, Antidekubitusmatratzen, Verbandschuhe, Lagerungshilfsmittel: nicht budgetrelevant
Verschreibungspflichtige Lokaltherapeutika, z.B. Enzyme und Antibiotika: budgetrelevant.
Ausnahmelistenpräparate: budgetrelevant

Aber: Der Arzt ist zur Wirtschaftlichkeit vereidigt. Die KK kann immer einen Einzelregress anstrengen und sie tut es auch.
bro

6

Montag, 15. Januar 2018, 13:20

Hallo pfranz und brogarden,

danke für die Antworten. Ich stimme mit Ihnen überein. Die Thematik wird an Relevanz zunehmen und es wird immer öfter zu Regressen kommen.
Klar, je besser der Überblick, desto angreifbarer wird man, komplett im Blindflug geht es aber auch nicht. Vor allem dann nicht, wenn es sich um eine Praxis handelt, die auf Wundversorgung spezialisiert ist.
Wir haben ebenfalls Preislisten angelegt und richten uns, wo es geht, danach. Im alten Programm hatten wir jedoch eine bessere Budgetkontrolle, da wir die Preise dort direkt einpflegen und statistisch auswerten konnten. Wie ich das Problem bei MO lösen soll, weiß ich leider immer noch nicht... Die Verbandsstoffe als eigene Medis anzulegen geht nicht, da dann PZN etc. fehlen.
Vielleicht hat Indamed dazu eine Idee?

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »cardio corps« (19. Juni 2019, 23:46)


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7

Mittwoch, 17. Januar 2018, 17:20

Hallo,

wofür ist die PZN wichtig?

Ich habe es in einer Praxis so gemacht, das ich z.B. den Wundverband (ein Nichtarzneimittel) über die Medikamentendatenbank aufgerufen habe, dann in die eigenen Medikamente geschoben habe. Im Datenpflegesystem- Stammdaten- Eigene Medikamente habe ich mir dann dieses Medikament rausgesucht und die PZN einfach aus dem Feld PZN gelöscht und mit in die Bezeichnung eingetragen. Dann natürlich auch noch die Preise. Eine Auswertung ist somit ohne Probleme möglich.
Natürlich wird dann die PZN auch mit ausgedruckt. Diese Praxis wollte das aber gerne so.
mfg.
Astrid Klomfaß

8

Freitag, 19. Januar 2018, 14:33

Hallo Frau Klomfaß,

danke für den Hinweis. Auf die Idee, die PZN mit in die Bezeichnung zu schreiben, bin ich irgendwie noch nicht gekommen. Vielleicht machen wir das so.
Evtl. legen wir die wichtigsten Verbände und Wundauflagen aber auch in einer Liste im Doku-Assi an. Haben da eine Idee, die wir noch testen wollen