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Freitag, 21. Januar 2022, 23:07

Dokumentenspeicherung im Dateisystem

Hallo,
nach dem an verschiedenen Stellen (Wie statisch ist die medoffarc.gdb und wie finde ich den Inhalt heraus Auslagern der Dokumente Ungleiche Datei-Versionen auf mobilem Client und Server) o.g. Punkt immer mal wieder andiskutiert wurde und sich zumindest ein Teil der Diskutierenden für die Umstellung entschieden hat - würden mich Meinungen und Erfahrungen hierzu interessieren.
Besonders natürlich warum sich die die es es umgesetzt haben dafür entschieden haben.
Die "Standard-Vorteile " (getrennte Speicherung "Dokumente" und Datenbank dadurch kleiner Datenbank / einfachere Backup-Strategien) sind mir denke ich klar - was macht es mit /für der/die Performance - ab wann / für wen ist das empfehlenswert?
Kurz unser Status: MEDOFFARC.GDB = 500 GB (das Vorsystem hatte alles in unverschlüsselten Einzeldateien im Dateisystem gespeichert - wurde vor 16 Monaten mühevoll in die MEDOFFARC.GDB überführt) / die MEDOFF.GDB ist in diesen 16 Monaten auf ca. 15 GB angewachsen
das ganze liegt dann nochmal (mehr oder weniger) auf einem CLienten der die MobileVersion installiert hat und als Notfallserver agieren soll ...
Ich frage auch deshalb weil spätestens nächstes Jahr (wenn unser Server-OS "end of support" erreicht hat) Neuinstallationen auf neuer Hardware fällig sind (da hab ich wegen diverser Drittprogramme (EKG etc. gar keine Lust drauf)

Sollte man auf Dateisystem umstellen? Wenn ja vor oder beim Serverumzug ? etc. / etc.

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Sonntag, 23. Januar 2022, 10:46

Hallo,

Ich habe das ganze vor etwa drei Monaten machen lassen beziehungsweise per Fernwartung mit dem Second Level Support zusammen gemacht. Es läuft bisher absolut unauffällig, ich stelle keinen unterschied zu vorher fest. Also Medical Office ist weder langsamer, noch schneller geworden. Nur meine Back-up Strategie ist wesentlich einfacher geworden, da ich bei den kleinen einzeldateien im Datei System nur noch die neuen Dateien incrementell sichern muss. Dazu habe ich mir einen Sync-Dienst (Resilio) genommen, der den Dateipfad zusätzlich mit meinem NAS zu Hause abgleicht. Auch die Hauptdatei ist von 27 GB auf 3GB geschrumpft und lässt sich jetzt damit über das Internet täglich auf mein NAS zusätzlich sichern.
Das Ganze synchronisiert sich problemlos mit meinem Notfall – Server und mit meinem Laptop.

Jetzt zur Frage, wann sie es machen lassen sollen: das hängt davon ab, wie schnell ihr Server ist und wie groß ihre Datei ist. Bei 500 GB müssen sie schon einiger Zeit für die Auslagerung rechnen. Mit meinen 27 GB war ich nach etwa 45 Minuten durch (Ryzen mit schneller SSD). Dazu müssen Sie dann alle mobilen Geräte neu aufsetzen. Wenn Sie jetzt noch eine ziemlich lahme Kröte als Server haben, dann würde ich damit warten, bis sie auf einen schnellen Rechner umsteigen. Oder man müsste es halt im Praxis Urlaub machen. Dann abends per Fernwartung die Auslagerung anstoßen und morgens schauen, wie es aussieht….

Grüße,
Peter Quick

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Montag, 24. Januar 2022, 20:26

Lieber Herr Quick,
Vielen Dank für Ihre ausführliche Antwort.
ich stelle keinen unterschied zu vorher fest.
ist wohl einer der momentanen Kernsätze - Sie haben sich letztlich "nur" aus Backupgründen dafür entschieden?

Trotzdem würde ich gern weiteren Input sammeln.

- Irgendwann wird die MEDOFF.GDB "unhandelba"r groß dann gibt es ja 2 Optionen a) Auslagern der MEDOFF.GDB in die MEDOFFARC.GDB und alles so lassen nur eben mit größerer MEDOFFARC.GDB oder b) Umstellung auf Auslagerung ins Dateisystem
Option a) wäre nicht so mein Favorit da das KOnventieren der Altdaten vor 16 Monaten in die MEDOFFARC.GDB Ewigkeiten gedauert hat (das wird bei der Datenmenge immer so sein) und dabei auch Verluste zu beklagen waren (1 Archivdummypatient mit vielen Dokumenten hat die Konvertierung immer zum Hängen gebracht und musste daher ausgelassen werden - dabei hat es dann auch den "Nachbarpatienten" erwischt) außerdem sei die "riesige MEDOFFARC.GDB" auch grund für das rel. langsame Aufrufen des ersten Patienten nach Start von MO - was passiert da? wird die MEDOFFARC.GDB irgendwie in die lokale DB des Clienten geladen? dauert das aus dem Dateisystem länger (weil viele kleine Dateien) oder eben nicht weil ganz andere Zugriffsmuster?
Welche Strategie wird INDAMED zukünftig fahren MEDOFFARC.GDB? oder Dateisystem? oder beides?
Mit Verlaub ist es so dass die Kollegen die dazu am meisten wissen (und da anderen Stellen hier i Forum schon mal was gesagt haben) dies nur "aus anderen Kreisen und Kontakten zu Indamed (Kompetenzteam)" kennen - ich würde mir da auch gern ein Meinungsbild zu machen können - die Dokumentation ist dazu ja etwas dünn - um dem üblichen Verweis auf den FLS vorzubeugen: "ich hätte gern mehrere verschiedene Meinungen/Erfahrunge gehört und diskutiert"

Meine Frage zum Zeitpunkt ist hinfällig - Wenn wir eh aufgrund des Serversumzuges irgendwann mal eine TI-Gedenkpause über ein paar Tage einlegen werden könnte man da auch die Auslagerung "erledigen"....

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Montag, 24. Januar 2022, 20:31

Ich habe das ganze vor etwa drei Monaten machen lassen beziehungsweise per Fernwartung mit dem Second Level Support zusammen gemacht.


Hallo Herr Quick
Wenn ich mich richtig erinnere, müssen interne Datenbankeinträge für die mobilen Installationen durch Indamed selber bearbeitet werden. Wie war das bei Ihnen? Einfach die mobile Installation löschen und neu installieren ging jedenfalls früher nicht. Leider.
Ich hatte es auf meinem Testsystem mal gemacht und fand dann auch die Datensicherung traumhaft flott, wenn einmal die 45422356576 89899865656757 einzelnen Dateien gesichert wurden.
Freundliche Grüße, Jörg Sprenger

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Montag, 24. Januar 2022, 21:15

Also Herr Wingenbach hat einfach in der Registry der schon vorhandenen Mobil-Systeme einen Wert gelöscht, dann alle Daten im dat-Verzeichnis gelöscht und dann haben wir auf beiden Geräten mittels instcli-mobilenew neu installiert. Der Rest hat sich selbst synchronisiert…

Man kann auch die Mobilgeräte selbst auf Auslagerung umstelle, das dauerte aber ewig… Neu-Installation ging schneller…

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Montag, 24. Januar 2022, 22:00

Hallo Herr Quick,
Gibt es eine Anleitung dazu?
Viele Grüße

F. Jovy

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Montag, 24. Januar 2022, 23:37

Wozu genau?

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Dienstag, 25. Januar 2022, 08:05

Eine Anleitung zum gesamten Vorgang wäre sicherlich schön, für den Server und die clients.

Die clients(mobile) haben in der internen DB : Nummern, die man als User nicht selber anderen kann. Damit zählt MO die Menge der lizenzierten clients. Wenn man nun einfach neu installiert, hat diese DB einen weiteren Eintrag.

Ungefähr so war es, ob das immer noch so organisiert ist, weiß ich nicht, deshalb wäre eine gute Beschreibung schon, das Risiko beim selber umsetzen trägt halt jeder selbst. Meine Auslagerung hat damals viele Stunden gedauert (i3) und lief deshalb am Wochenende über Nacht.
Freundliche Grüße, Jörg Sprenger

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Dienstag, 25. Januar 2022, 20:49

Also die Auslagerung würde ich nie selbst machen… eine Anleitung kenne ich dazu auch nicht.

Wenn Sie das Mobilsystem auf demselben PC installieren wird keine neue Nummer in der Datenbank erzeugt, zumindest haben meine Mobilclients immer noch dieselben Nummern.

Grüße,

P. Quick

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Mittwoch, 26. Januar 2022, 08:33

Also die Auslagerung würde ich nie selbst machen… eine Anleitung kenne ich dazu auch nicht.

Wenn Sie das Mobilsystem auf demselben PC installieren wird keine neue Nummer in der Datenbank erzeugt, zumindest haben meine Mobilclients immer noch dieselben Nummern



Ich will niemanden dazu auffordern, nicht dass das falsch verstanden wird. Der Vorgang der Auslagerung selber war allerdings einer, der durch einen kurzen Akt in Gang gesetzt wurde und dann liefe..lief...lief...ohne das jemand eingriff.

Ich werde es trotz allem machen lassen. Aber, es ist kein Hexenwerk, wird sind auch hier wieder etwas dümmer an der langen Leine, als es sein müsste. Stichwort: Gute Dokumentation.

Wenn man mobile Clients einfach neu aufsetzt, entsteht ein neuer DB-Eintrag (so war es in meiner Erinnerung) und das ist der Grund, warum immer jemand von SLS in den Tiefen der Config incl. Registry am halb offenen Herz operieren muss
Freundliche Grüße, Jörg Sprenger

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Mittwoch, 26. Januar 2022, 09:00

Ich werde es trotz allem machen lassen. Aber, es ist kein Hexenwerk, wird sind auch hier wieder etwas dümmer an der langen Leine, als es sein müsste. Stichwort: Gute Dokumentation.
Die Frage ist, was möchte man selbst verantworten. Würden Sie sich den Blinddarm selbst entfernen, wenn Sie eine gut bebilderte Anleitung haben? Ich eher nicht... -))). Oder könnten Sie sich das Herz selbst echokardiographieren mit Bildband?

Ja, wir können viel selbst machen und das mache ich auch. Man muß bei manchen Dingen aber einfach mal den eigenen Zeitaufwand einschätzen und fragen, was letztlich günstiger ist...

Ihnen eine schöne Restwoche... -))

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Mittwoch, 26. Januar 2022, 09:47

:thumbup:
Freundliche Grüße, Jörg Sprenger