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Freitag, 21. Mai 2021, 07:37

eine offizielle Checkliste der Flaschenhälse wäre interessant.
- günstige Switche, niedrig-klassige CAT-kabel (mind. CAT 6 ist zukunftsfähgig), Router (v.a. Wlan Verbindungen sind bei mir ca 2-3 mal so langsam wie gigabit kabel - nicht lachen liebe Kollegen, ich dachte wirklich anfangs das geht schon übergangsweise, da es keine großen Datenmengen sind. viele Kleine Dateien scheinen da auch bei 5GHz WiFi zu bremsen)
- MO nicht auf SSD
- Server, Router, alle Geräte neustarten. (die Checkliste darf auch ruhig für Anfänger häufige Probleme ausmärzen)
- updates MO eingespielt?
- gibt es unterschiede auf unterschiedlichen Rechnern, ist nur einer betroffen?
...

meine Systemhardware ist sehr vergleichbar zu Jovy. meine Messungen (DPS Systemtest Arbeitsplatz und jperf 2.0 Netzwerktest)
1. Screenshot Wlan Laptop - der System Test dauert knapp 10 min bei ca 320 000 kbits/sec. .........................- sehr schlecht. außer bei großen Datensätzen.
2. Screenshot Lan-Lenovo Arbeitsplatz (2 switche). Netzwerk 940 000 kbits/sec .......................................- akzeptabel.
3. Screenshot Lan-Lenovo Arbeitsplatz (1 switch). Netzwerk 950 000 kbits/sec .......................................- akzeptabel.
4. screenshot Server mit Serverarbeitsplatz, auf selben PC ................................................................. - gut.

Fazit
- ganz extrem ist scheinbar die Netzwerk-Verbindung bei mir der Flaschenhals.
- mit Jovys I7 vs meinen I5 (lenovo gleiches Modell) jovy schneller als referenz, meiner langsamer als referenz. - also Rechen-Leistung server mutmaßlich.
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Dieser Beitrag wurde bereits 5 mal editiert, zuletzt von »BurkhardStr« (21. Mai 2021, 14:50)


42

Freitag, 21. Mai 2021, 09:11

Hallo,
Liebe Indamed. Entweder ist der Test Unsinn oder aber es gibt signifikante Probleme mit Firebird oder Tuning Möglichkeiten an der Datenbank und falsch installierte Systeme.
Dieses Thema aufzugreifen, dürfte sich lohnen, denn irgendwas scheint hier bei vielen Anwendern oberfaul zu sein - auch hier schwindet die Performance - aber NUR bei MO!
Ich finde das Ganze mehr als merkwürdig und sehr unbefriedigend. Irgendwo hängt es und ich wüsste gerne wo.


Der Test macht genau das, was er auch im Ergebnis angibt zu tun. Er schreibt, liest und ändert Datensätze einer Testtabelle in der Firebird-Datenbank. Er hat nicht den Anspruch, eine absolutes Benchmarking vorzugeben, sondern lediglich Anhaltspunkte zu geben, ob der Zugriff auf die Datenbank einem halbwegs aktuellen normalen Rechnersystem entspricht. Natürlich sind für die gefühlte Geschwindigkeit in der Nutzung von MO noch andere Faktoren relevant, z.B. ist es ein Unterschied, ob ich Patientendaten in einer normalen Allgemeinarztpraxis lade oder ob es sich zum Beispiel um einen Dialysepatienten handelt, der über Jahre hinweg mehrmals pro Woche Laborwerte in der Akte stehen hat. Die Konfiguration der Oberfläche kann große Unterschiede bzüglich der gefühlten Geschwindigkeit ausmachen. z.B. integrierte PhP-Scripts können die Geschwindigkeit extrem beeinflussen.

Ich hab es hier im Forum schon mehrfach an anderer Stelle erwähnt. Das Referenzsystem ist ein jetzt ca. 3 Jahre alter Laptop mit i5-Prozessor und einer Consumer-SSD, also nichts außergewöhnliches.
Unsere Erfahrung zeigt, dass Systeme, die deutlich langsamer sind als unser Referenzsystem entweder veraltet sind, keine SSD's haben, RAID-Systeme im Einsatz sind, die die Schreib- oder Lesegeschwindigkeit beeinflussen oder virtuelle Systeme eingesetzt werden, wo Flaschenhälse in der Konfiguration sind.

Die Problematik eines effizienten und schnellen Festplattenzugriffs gibt es auch nicht nur bei Firebird, sondern ist essentiell für alle SQL-Datenbanksysteme, die mit vielen Daten schonglieren müssen.

Natürlich gibt es auch immer wieder mal Performanzprobleme in der Anwendung selbst, welche dadurch hervorgerufen werden, dass wir natürlich keine Echtdaten aus den Praxen vorliegen haben (bzw. diese von Praxis zu Praxis auch sehr unterschiedlich sein können) und bestimmte SQL-Abfragen dann nicht richtig optimiert sind und zu überdurchschnittlich viel Zeitverlust führen können. Dies versuchen wir dann natürlich so schnell wie möglich zu optimieren.

Nichtsdestotrotz ist es bei einem Systemtest, indem insbesondere bei den ersten 3 Punkten deutlich langsamerere Werte als beim Referenzsystem auftreten, empfehlenswert, die Serverhardware zu überprüfen.

mfg
Uwe Streit

43

Freitag, 21. Mai 2021, 15:03

Falls jemand Ahnung und Zeit hat, bitte ich einmal um die Interpretation von meinen oben dokumentierten Werten.

soll das trotz <1 Jahr alter Leistungsstarker Hardware (I5, 15Gb, SSDs) wirklich so einen Unterschied zw. Server und Clients bei nahezu GB-Lan machen?
(kein weiterer traffic, gleiche Hardware der Lan-Lenovos. reproduzierbare Ergebnisse - relativ ca 5% Schwankung)
Welches Netzwerk-Test-Tool empfehlt ihr?

44

Freitag, 21. Mai 2021, 18:37

Hallo Herr Burkhard,
Der Test ist ausschließlich für den Server gedacht, am Client macht er keinen Sinn.

Es ist doch offensichtlich, dass bei noch so schnellem Netzwerk dieses immer deutlich langsamer als der Zugriff auf die eigene SSD ist. Von daher können Sie das nicht ändern, auch nicht mit neuen Kabeln, Switches etc.

Egal wie viel Zeit sie jetzt in die Analyse setzen, ich denke ehrlich, das wird Ihnen nicht helfen….

Klar, wenn Sie noch 100MB LAN hätten oder Uralte Switches von vor 20 Jahren, ok, dann hilft dort der Austausch… alles andere ist weitgehend sinnlos. Zur Not den Client einmalig mit dem Server an denselben (neuen) Switch hängen und testen. Eine Kürze Strecke zwischen 2 PCs gibt es dann nicht mehr…

Grüße,
Peter Quick

45

Samstag, 22. Mai 2021, 11:27

Danke! gut zu wissen.
macht es dann nicht eigentlich richtig Sinn, dass jede Workstation auf die eigenen lokalen Daten, und nicht auf die Serverdaten im Netz direkt zugreift. Und die lokalen Daten permanent im Hintergrund mit den Serverdaten abgleicht. So würde mutmaßlich jeder zugriff deutlich! schneller sein. das wäre ein deutlicher Zugewinn in der Ladegeschwindigkeit für alle Nutzer.
anbei 2 Messungen der mobilen Station, die auch beim alltäglichen Arbeiten deutlich zu merken sind (i7 Laptop ca 2 Jahre alt) :
1. Screenshot - im Wlan
2. Screenshot - im offline Modus
Gewaltige Unterschiede. Beim Laden des Terminkalenders merkt man das enorm.

Eine bedeutende Frage also an Indamed: ist es möglich die Daten von lokal an den Arbeitsplätzen zu laden/bearbeiten, und (entspannt immer) im Hintergrund abzugleichen und dann nachzuladen? Sendepriorität hätten weiterhin die gerade geänderten Daten. (Ich glaube das wird aktuell noch nicht so gehandhabt. zu merken an den deutlichen Unterschieden beim Arbeiten im Wlan und am offline Rechner, zb beim Terminkalender)
darin sehe ich das größte Flaschenhals-Problem bisher, das sollte hoch-priorisiert von Indamed bearbeitet werden.

ich arbeite gerade an der mobilen Station, nicht im Wlan. wie schnell der Terminkalender öffnet, ein Traum im Vergleich zum wlan (der laptop hat keinen Lan Anschluss :pinch: )

PS: Terminkalender. (das habe ich sehr oft erwähnt fällt mir auf) Das ist übrigens der Grund, warum meine Anmeldung am Server arbeitet - da ist der Terminkalender mit abstand am schnellsten. Nachteil: der Server ist da, wo der größte Publikumsverkehr ist...
und irgendwie wäre das auch praktisch, wenn man sich mit der offline version nicht permanent an und abmelden müsste, wenn man abgleichen mag. - ein automatisierter Wechsel der modi quasi. das stelle ich mir jedoch ebenso schwierig vor.
»BurkhardStr« hat folgende Dateien angehängt:

Dieser Beitrag wurde bereits 4 mal editiert, zuletzt von »BurkhardStr« (22. Mai 2021, 11:36)


46

Sonntag, 23. Mai 2021, 19:37

Danke! gut zu wissen.
macht es dann nicht eigentlich richtig Sinn, dass jede Workstation auf die eigenen lokalen Daten, und nicht auf die Serverdaten im Netz direkt zugreift. Und die lokalen Daten permanent im Hintergrund mit den Serverdaten abgleicht.


Sofern sie mobile Installationen einsetzen ist dies unbedingt zu empfehlen.

Bei 64-Bit Betriebssystemen: HKEY_LOCAL_MACHINE\SOFTWARE\WOW6432Node\INDAMED
-Bei 32-Bit Betriebssystemen: HKEY_LOCAL_MACHINE\SOFTWARE\INDAMED
neue Zeichenfolge mit namen Offline, Wert 1
neue Zeichenfolge mit namen NoWrapper, Wert 1 (bei Mobil-DK steht Wert 2 drin)

https://forum.indamed.de/index.php?page=…c734517818cb804
VPN-Verbindung zwischen Praxis und Notebook zu Hause?

Gruß

BM

47

Sonntag, 23. Mai 2021, 20:09

Man muss dann nur bedenken, dass ImpfDoc dann nicht mehr wie gewohnt funktioniert. Die Lagerhaltung ist dann nicht mehr intakt, da jede Installation ihr eigenes Lager hat, was nicht synchronisiert wird.


Damit scheidet der oben genannte Weg eigentlich bei allen Anwendern mit ImpfDoc aus…

Ansonsten gute Idee die mehr Performance auf dem Client bringt

48

Sonntag, 23. Mai 2021, 23:49

Hmm - mit Impfsdoc habe ich nicht am Hut :-\

evtl wäre es eine Idee dsa Lager nur auf dem Server zu bestücken ... alle anderen mobilen Clients haben kein Lager und verbrauchen auch keinen Impfstoff - wäre das eine Lösung?

oder sind bei Ihnen die Impfungen im Hausbesuch so häufig, dass sie unbedingt sofort dokumentiert werden müssen

Seit einiger Zeit bin ich der Meinung, dass außer den vollen Mobil_Clients / Notfallservern auch ein MobilClients Light für Hausbesuche interssant wäre, der nur einen
Teildatenbestand der Praxis übernimmt (nur selektierte Patienten, manche Dok via Todo-Eintrag an die Hauptinstallation (Praxis) verlagert)

Gruß

B. Müller

49

Montag, 24. Mai 2021, 11:00

Nein, ich impfe nicht im Hausbesuch. Das ist auch nicht das Problem.

Wenn Sie aber 2-3 Geräte haben, an denen Sie im Praxisalltag Impfungen eintragen, dann brauchen Sie ein gemeinsames Lager. Und das hat man mit der etwas mißbrauchten Mobil-Client-Anwendung nicht mehr.

Und bei uns gilt die klare Regel: Erst wird die Impfung gebucht, dann wird die Impfung aufgezogen und dann verabreicht. Damit haben wir schon eine große Menge an Fehlern ausgemerzt. Während in früheren Jahren immer mal so 1-2 Impfungen pro Jahr "falsch" waren, also zu früh oder auch ehrlich unnötig (eigenen Fehleranalyse ist nie falsch), haben wir seit ID eigentlich keine Fehler mehr in diesem Bereich. Also keine falsche Impfung mehr im Patienten und keine falsch aufgezogenen Impfstoffe, die dann verworfen werden müssen.

Wie gesagt, wer kein ImpfDoc hat, hat damit auch kein Probem. Ich meine aber gelesen zu haben, daß Herr Strauß ID nutzt oder nutzen will. Von daher wollte ich ihn nur "vorwarnen".

50

Montag, 24. Mai 2021, 17:52

Like/Danke an Beide (für den interessanten registry-Hack und korrekt, Impfdoc sollte nicht die Krise kriegen)

- meinetwegen darf auch Impfdoc weiterhin das einzige sein, was sich am Server abgleicht. Impfdoc lädt nämlich insgesamt zügig und macht eher nicht die Performance Einschränkungen

51

Dienstag, 25. Mai 2021, 15:30

Kurze Zwischenfrage an User mit >10 Clients. Wer betreibt den Server ohne Server-Betriebssystem / ohne Raid? Wenn, welche Konfig und was sagt der MO-"Benchmark" aus diesem Thread?
Freundliche Grüße, Jörg Sprenger

52

Dienstag, 25. Mai 2021, 20:08

Hallo Herr Sprenger,

also ein Server ohne Serversystem bei > 10 Clients wird vermutlich schwierig. Windows 10 hat eine maximale Anzahl an externen Verbindungen, die es zuläßt. Mit 10 Clients könnte es noch klappen, wenn Sie deutlich drüber liegen, wird es vermutlich nicht mehr gehen.

Ein RAID würde ich heute nicht mehr nehmen. Der Vorteil ist einfach zu gering. Die Wahrscheinlichkeit, daß eine SSD ausfällt ist sehr gering, aber sicher nicht unmöglich. Die Wahrscheinlichkeit, daß der RAID-Controller ausfällt ist vermutlich nicht geringer. Wenn Sie aktuelle Backups haben und eine funktionierende Replikation (ich weiß, Reizthema), dann wüßte ich nicht, was das RAID für einen Vorteil bringen soll. Ein Backup auf ein RAID zu bekommen ist sicherlich schwieriger (Treiber), eine neue SSD ist schnell eingebaut und bei Amazon in 1 Tag bestellt. Backup aufspielen dauert vielleicht 20 Minuten...

Dann muß allerdings der SLS noch die Datenbank wieder anpassen, aber auch das sollte in 30-60 Minuten erledigt sein...

Aber über das Thema RAID kann man vermutlich lange streiten...

Grüße,

Peter Quick

53

Mittwoch, 26. Mai 2021, 18:37

Hallo,

wir haben uns ganz bewusst gegen ein RAID entschieden und zwei 500er NVMe-SSDs in unseren "Server" (Fujitsu-Workstation) eingebaut. Auf einer SSD ist das System und ein Backup-Spiegel.
Der MO/Custo/File-Server ist virtualisiert, liegt dateimäßig auf der zweiten SSD, und ist in 10 Minuten KOMPLETT als virtuelle Maschine gesichert (derzeit knapp 70 GB). Ein Rückspielen der kompletten virtuellen Maschine (VM) kann auf einer beliebigen Windows 10 Pro Kiste erfolgen, und ist in weniger als einer halben Stunde erledigt. Das schöne an der VM ist auch, das die Konfiguration komplett erhalten bleibt, IP-Adresse, Host-Name, MAC-Adresse alles bleibt, somit braucht man auch nicht an Netzwerkomponenten etwaige Anpassungen vorzunehmen.

Vorige Woche haben wir ein Update von Custo durchführen lassen. Bevor der Techniker kam, haben wir noch schnell ein Backup der VM gemacht. Die gleiche Vorgehensweise nutzen wir bei größeren Betriebsysstem Updates. Wenn was schief läuft, ist der alte Stand ruckzuck wieder hergestellt. Das beruhigt ungemein!

Ja, die Performance kommt nicht ganz an einen nativen Core-i5 oder höher heran, reicht aber für eine Einzelpraxis vollkommen aus.

Viele Grüße
Ekkehard Langner

54

Donnerstag, 27. Mai 2021, 13:05

also ein Server ohne Serversystem bei > 10 Clients wird vermutlich schwierig. Windows 10 hat eine maximale Anzahl an externen Verbindungen, die es zuläßt.

Da gehen die Infos auseinander. Unter W7 gab es W-Ultimate für bis zu 20 gleichzeitige Client-Server-Verbindungen. Ich habe AUCH die Info bekommen, da sei W10 wie W7-Ultimate, aber deshalb bin ich auf der Suche nach einer Praxis, die dies bestätigen kann :-)
Freundliche Grüße, Jörg Sprenger

55

Donnerstag, 27. Mai 2021, 13:50

Windows 10 hat tatsächlich ein Verbindungslimit von 20 Nutzern je Freigabe (das könnten aber auch 10 PCs sein, auf denen je zwei Nutzer gleichzeitig angemeldet sind). Bei uns wurde genau das zum Problem, da wir zwar nur 8 Clients haben, durch die Domäne aber jede Mtarbeiterin ihr eigenes Nutzerkonto hat, und gerade im Labor sind durchaus Mal mehrere MFAs gleichzeitig angemeldet.
Als Domänencontroller setzen wir ohnehin Samba ein, das leitet jetzt für uns auch die MO-Freigabe sozusagen weiter. D.h. alle Clients greifen nur auf den Samba-Server zu, während der Samba-Server als einziger auf die "echte" Windows-Freigabe zugreift. MO benötigt das eh nur für die Clientupdates.

VG Julian Hartig